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Aktivismus Wissenschaft

Teil 2: Künstliche Intelligenz als eine kontextbefreite Zone – ein feministischer Blick auf Neurowissenschaften mit Hannah Fitsch

Interview mit Dr.in Hannah Fitsch

© Hannah Fitsch, transcript Verlag

Der zweite Teil der spannenden FUQS-Reihe zu feministischen Perspektiven auf Neurowissenschaften und Künstliche Intelligenz ist da! In der Reihe werden unterschiedliche Aspekte gesellschaftlicher Auswirkungen von Wissenschaft und Technik vorgestellt. Ein kritisches Hinterfragen bestehender Logiken wird ebenso thematisiert wie ein feministisch-aktivistischer Blick auf aktuelle Entwicklungen. Im zweiten Teil wird beleuchtet, warum Künstliche Intelligenz als kontextbefreite Zone sehr viele Menschen, Körper und Erfahrungen nicht mitdenkt und welche Herausforderungen in den Forschungsstrukturen liegen.

Die Reihe beruht auf einem Interview mit Dr.in Hannah Fitsch und Theresa Scheutzow im November 2024 in Berlin.

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Aktivismus Wissenschaft

Warum wir nicht in Algorithmen denken – ein feministischer Blick auf Neurowissenschaften mit Hannah Fitsch – Teil 1

Interview mit Dr.in Hannah Fitsch

© Hannah Fitsch, transcript Verlag

FUQS startet eine spannende Reihe, die sich mit feministischen Perspektiven auf Neurowissenschaften und Künstliche Intelligenz beschäftigt. Dabei werden die Auswirkungen von Wissenschaft und Technik auf die Gesellschaft untersucht und aktuelle Entwicklungen sowie bestehende Logiken thematisiert. Im ersten Teil geht es um feministische Wissenschafts- und Techniksoziologie, Hannah Fitschs Veröffentlichungen aus dem Bereich der kritischen Neurowissenschaften und erste Implikationen aus ihren Erkenntnissen für Studierende.

Die Reihe beruht auf einem Interview mit Dr.in Hannah Fitsch und Theresa Scheutzow im November 2024 in Berlin.

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Wissenschaft

Vom Mädchen-Sein und Frau-Werden

Gastbeitrag von Hannah Beer

Photo by cottonbro studio on Pexels.com

„Du bist schön, aber dafür kannst du nichts. Weder lesen, noch schreiben, noch was anderes“ singt der Rapper Alligatoah in seinem Song „du bist schön“. In satirischer Manier reproduziert er das Bild der oberflächlichen Person, welche ihr Augenmerk gänzlich auf ihr Äußeres richtet und als scheinbare logische Konsequenz darauf reduziert wird. Hat er damit recht? Ist Schönheit rein zufälliges Glück und ist an keinerlei Leistung geknüpft?

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Wissenschaft

‚Tools-for-Thinking‘ – Postkoloniale Theorien und Dekoloniale Perspektiven

Gastbeitrag von Sandra Altenberger

© Sandra Altenberger

“We define postcolonial theories as tools-for-thinking rather than theories-of-truth.”1

Gegenwärtig scheint sich in Bezug auf postkoloniale Theorien und Dekolonisierungsansprüchen (Dekolonisierung z.B. von -Curricula oder von ganzen Disziplinen) eine Ambivalenz zwischen vermehrter (populärer) Sichtbarkeit und institutioneller, struktureller Unsichtbarkeit abzuzeichnen. Einerseits lässt sich ein steigender Anspruch auf Dekolonisierung im deutschsprachigen akademischen Raum beobachten, andererseits aber bleibt eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit und eine umfassendere Integration von postkolonialen Theorien  in bspw. Curricula aus. Dazu betont Encarnación Gutiérrez Rodríguez, dass die Kritik postkolonialer Theoretiker*innen wie Ch. T. Mohantys oder G. Ch. Spivaks am ‚Postkolonialismus-Hype‘ auf einen wichtigen Aspekt hinweist: dass ‚Postkolonialismus‘ zur multikulturellen Aufmachung im neoliberalen Supermarkt der Diversität zu werden drohe.2 Anhand klassischer W-Fragen soll in diesem Beitrag die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit post- und dekolonialen Perspektiven für die Geschlechterforschung bzw. queer-feministische Forschung umrissen werden.

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Wissenschaft

Diskriminierung in Onlinekommunikationsräumen: ein (rechtlicher) Überblick

Gastbeitrag von Felicitas Rachinger

Photo by Magnus Mueller on Pexels.com

Wir freuen uns euch im neuen Jahr mit einem Gastbeitrag von Felicitas Rachinger willkommen (zurück) zu heißen:

Onlinekommunikationsräume spielen eine immer wichtigere Rolle für Vernetzung und Meinungsaustausch, Aktivismus und gesellschaftliches Engagement. Das gilt nicht nur, aber in besonderem Maß auch für marginalisierte Personen(-gruppen). Gleichzeitig findet aber auch in digitalen Räumen Diskriminierung statt: Exklusionsmechanismen werden in den digitalen Raum übertragen und teilweise sogar verstärkt. In meiner Dissertation widme ich mich der rechtlichen Ebene dieser Problematik.

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Wissenschaft

Häusliche Gewalt am Arbeitsplatz: Alltag einer 24h-Betreuung?

Gastbeitrag von Magdalena Kandler

© Pexels.com

Die Diskussion rund um geschlechterbasierte Gewalt ist den meisten Menschen durchaus ein Begriff. Bei weiterer Betrachtung können dabei sowohl häusliche Gewalt als auch Gewalt am Arbeitsplatz als übergeordnete Themenbereiche, wie und wo Gewalt stattfinden kann, zur Diskussion hinzugezogen werden. Individuell betrachtet sind beide Konstrukte für viele Frauen* privater und/oder beruflicher1 Alltag. Aber was, wenn diese beiden übergeordneten Formen von Gewalt in den unterschiedlichsten Ausprägungen und in gebündelter Form auf eine Personengruppe einwirken? Dann kann es sein, dass wir uns im Alltag einer 24-Stunden-Betreuungskraft im Dienst wiederfinden und mit genau dieser Frage durfte ich mich im Rahmen meiner Masterarbeit beschäftigen.

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Wissenschaft

Novella Benedetti über forensische Linguistik und die Sprache bei Gewalt gegen Frauen*

Interview von Magdalena Lohfeyer mit Novella Benedetti

© Pixabay

Novella Bendetti ist seit 01. März als Visiting Scholar am CGI und der Universität Innsbruck zu Gast. Wir haben mit ihr über ihre Forschung im Bereich der forensischen Linguistik und der Sprache bei Gewalt gegen Frauen* gesprochen.

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Wissenschaft

Kampf um Teilhabe an Hochschulbildung: Erfahrungen der Behinderung von Studierenden

Gastbeitrag von Theresa M. Straub und Lisa Pfahl

eine Person sitzt vor einem Schreibtisch. Darauf befinden sich Hefte, Stifte und Tassen.  Die Person hat den Kopf in den nacken gelegt und ein aufgeschlagenes Buch auf dem Gesicht liegen.
© Pexels.com

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5.Mai haben Theresa Straub und Lisa Pfahl einen Gastbeitrag geschrieben, in dem sie Theresa Straubs Forschungsprojekt zur Teilhabe von Studierenden mit Behinderungen und deren Erfahrungen an Universitäten und Hochschulen vorstellen. Barrieren werden dabei häufig über familiär-soziale Netzwerke bewältigt, was im Sinne des Rechts auf Bildung für alle stark zu kritisieren ist.   

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Wissenschaft

Denise Bergold-Caldwell über Intersektionalität und Schwarzen Feminismus in globalen Krisenzeiten

Interview von Julia Brader mit Denise Bergold-Caldwell

ein Kugelschreiber liegt auf einem Notizblock. das gesamte Bild und der Untergrund sind unscharf und schimmern in rot-orangenem Licht.
© Pexels.com

Denise Bergold-Caldwell ist seit 01. April 2022 Universitätsassistentin am CGI der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Schwarze feministische, de-, post- und antikoloniale Theorien und ihrer kritischen Verwendung in der Gesellschaftslehre. Wir haben sie getroffen und sie zu ihrer aktuellen Arbeit am CGI befragt.

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Wissenschaft

Autismus: Von extremer Männlichkeit und weiblicher Unsichtbarkeit im Spektrum

Text von Magdalena Lohfeyer

ein Rand aus verschiedenfarbigen  Puzzleteilen scheint sich aufzulösen, weil an manchen Stellen Teile fehlen, die in der Mitte des Bildes schweben. Der Hintergrund ist weiß. Unten steht "Autism Awareness Day 2. April"
© Pixabay

Stereotype Darstellungen von autistischen Verhaltensweisen begegnen uns in den Medien immer häufiger, etwa als Sherlock Holmes, Rain Man oder Sheldon Cooper in der Serie ‚The Big Bang Theory‘. Auffällig oft handelt es sich dabei um männliche Charaktere. Das Zusammenwirken von Autismus und Geschlecht ist auch das Thema dieses Beitrages zum Welt-Autismus-Tag am 02. April, der sich mit dem Autismus-Spektrum an sich und mit der Un_Sichtbarkeit von Frauen* und Männern* in diesem Spektrum beschäftigt.