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Alltag

„Mehr Mut als Kleider im Gepäck“ – ein Buch über das Reisen der europäischen Oberschicht im 19. Jahrhundert

Text von Julia Brader

Vor einem verschwommenen Hintergrund liegt in der linken Bildhälfte ein aufgeklapptes Buch. Die Seiten sind wie ein Fächer aufgeschlagen, der Text auf den Seiten ist nicht erkennbar.
© Pexels.com

Als Vorgeschmack auf den Sommer und das für viele damit verbundene Reisen möchten wir euch in diesem Blogbeitrag folgendes Buch vorstellen: Für den Blog hat sich Julia Brader kritisch mit Julia Keays „Mehr Mut als Kleider im Gepäck. Frauen reisen im 19. Jahrhundert durch die Welt“ auseinandergesetzt. Was ihr an diesem Buch gefallen hat und was ihrer Meinung nach unzureichend behandelt wurde, das erfahrt ihr im folgenden Text.

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Wissenschaft

Symposium „Das kälteste aller kalten Ungeheuer? Perspektiven intersektionaler Staatstheorie“

Gastbeitrag von Alicia Bernhardt und Carla Ostermayer

Aufnahme von den Teilnehmenden des Symposiums, die um einen Tisch versammelt sitzen.
Aufnahme vom Symposium Staatstheorie / © Oliver Hergetz

Vom 09. bis zum 11. Juni 2022 luden die Prof.*in Dr.*in Gundula Ludwig (Universität Innsbruck) und Prof.*in Dr.*in Birgit Sauer (Universität Wien) zu dem Symposium „Das kälteste aller kalten Ungeheuer? Perspektiven intersektionaler Staatstheorie“ am Center Interdisziplinärer Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) der Universität Innsbruck ein. Veranstaltungsort des Symposiums waren die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten des Künstlerhaus [sic!] Büchsenhausen mit großem Innenhof zwischen der Hafelekarspitze und der Innsbrucker Innenstadt.

Alicia Bernhardt und Carla Ostermayer nahmen selbst am Symposium teil und berichten hier für uns.

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Aktivismus Alltag

Queermed und die queere Gesundheit in Österreich

Ein Interview mit dem Gründer Julius Jandl, geführt von Clara Sophie Bitter

Logo der Homepage queermed, auf einem rot-weiß melierten Untergrund steht der Schriftzug "queermed" groß, schwarz und fett, darunter die Beschreibung "Verzeichnis von queer- und trans-friendly Ärzt_innen und Therapeut_innen"
©queermed.at

Auch wir vom FUQS Blog starten in den Pride Monat und nutzen diesen, um uns thematisch spezifischer mit der queeren Community zu beschäftigen. Geschlecht und Sexualität spielen in Medizin & Gesundheitsversorgung eine große Rolle.  Besonders im Leben von trans Personen nehmen Kontakte mit Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich viel Platz ein. Dennoch sind deren spezifischen Bedürfnisse, vor allem in der alltäglichen medizinischen Praxis – abseits von Transitionsprozessen –, nur bedingt bekannt.1 Das führt nicht nur zu Ungleichbehandlung, sondern auch zu berechtigten Diskriminierungsängsten, aufgrund derer queere Personen medizinische Versorgung oft jahrelang meiden.2 Die schmerzliche Erfahrung, nicht gesehen, unterstützt oder verstanden zu werden, bleibt oft systematisch unentdeckt.

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Aktivismus

Safe Spaces – über das Gefühl (nicht) am richtigen Platz zu sein

Gastbeitrag von Paul Prost gemeinsam mit Felix Lene Ihrig

In einigen unserer Beiträge haben wir über aktivistische Bewegungen, FLINTA -Veranstaltungen und Inklusion im feministischen Kontext geschrieben. Der Diskurs über queerfeministische Schutzräume ist durch eine Vielzahl an Perspektiven und Spannungsfeldern geprägt. Wer kann sich wann und wo sicher fühlen? Und wie genau wird dieses Sicherheitsgefühl erreicht? Da sich aus der Thematik viele Diskussionspunkte ergeben, wollen wir heute eine Perspektive aufgreifen, die sich im Kernteam des FUQS-Blogs nicht wiederfindet : Die eines endo cis Mannes, welcher sich aus einer Außenperspektive mit queeren und feministischen Lebenswelten und Ansätzen auseinandersetzt. Hierfür haben Felix aus dem Kernteam und Paul Prost mehrere Gespräche geführt, sowie Ideen und Fragen ausgetauscht. Am Ende ist dieser Text entstanden, der mit einer Mischung aus wissenschaftlichen Informationen, persönlicher Geschichte und humorvollem Hinterfragen gängiger Praxen zur Reflexion anregen soll.

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Wissenschaft

Novella Benedetti über forensische Linguistik und die Sprache bei Gewalt gegen Frauen*

Interview von Magdalena Lohfeyer mit Novella Benedetti

© Pixabay

Novella Bendetti ist seit 01. März als Visiting Scholar am CGI und der Universität Innsbruck zu Gast. Wir haben mit ihr über ihre Forschung im Bereich der forensischen Linguistik und der Sprache bei Gewalt gegen Frauen* gesprochen.

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Tirol Aktivismus

IDAHOBIT: Wie queer ist eigentlich Innsbruck?

Text von Felix Lene Ihrig

Es ist die Unterseite eines Regenschirms zu sehen. in der Mitte ist der Haltestab, davon gehen acht Streben ab. Der Stoff zwischen den Streben ist verschiedenfarbig und ergibt gemeinsam einen Regenbogen.

Heute, am 17.05., ist der internationale Tag gegen Asexuellen-, Homo-, Bi-, Inter– und Transfeindlichkeit (engl. Abkürzung IDAHOBIT). Diesen Aktionstag gibt es seit 2005 und er soll darauf aufmerksam machen, dass queere Menschen nach wie vor von Diskriminierung betroffen sind. Wir haben diesen Tag zum Anlass genommen, uns mit queerem Leben in Innsbruck auseinanderzusetzen. Wie stärkt sich die Community hier gegenseitig den Rücken und welche Anlaufstellen gibt es im Fall von Diskriminierungen oder anderen Schwierigkeiten?

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Aktivismus

Pride – Ein Film über soziale Ungleichheit, das Aufbrechen von Vorurteilen und grenzenlose Solidarität

Text von Julia Brader

In einer Londoner Straße sieht man vor einem alten, großen Gebäude viele Menschen mit Fahnen, Bannern und Plakaten, die demonstrieren. Manche halten die walisische Flagge in die Höhe, andere Banner mit der Aufschrift "Mark Ashton Trust" und "Lesbians and Gays Support the Miners". Rechts im Bild ist außerdem eine Marching Band mit Blechbläsern zu sehen.
© Wikimedia.org | David Jones (London Pride 2015)

Am 16. Mai 2022 wird im Rahmen der CGI-Veranstaltungsreihe „Bergbauminen, Pflegestreiks und Queer Pride: Arbeits- und Geschlechterkämpfe“ die britische Culture-Clash-Komödie „Pride“ gezeigt. Der Film erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte einer kleinen Gruppe schwul/lesbischer Aktivist*innen, die sich mit streikenden Bergleuten und ihren Familien solidarisieren, um – all ihren Ungleichheiten zum Trotz – ein gemeinsames Ziel zu erreichen: sich gegen die ihnen widerfahrende politische, mediale und polizeiliche Diskriminierung zu wehren und für ihre Rechte einzustehen.

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Wissenschaft

Kampf um Teilhabe an Hochschulbildung: Erfahrungen der Behinderung von Studierenden

Gastbeitrag von Theresa M. Straub und Lisa Pfahl

eine Person sitzt vor einem Schreibtisch. Darauf befinden sich Hefte, Stifte und Tassen.  Die Person hat den Kopf in den nacken gelegt und ein aufgeschlagenes Buch auf dem Gesicht liegen.
© Pexels.com

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5.Mai haben Theresa Straub und Lisa Pfahl einen Gastbeitrag geschrieben, in dem sie Theresa Straubs Forschungsprojekt zur Teilhabe von Studierenden mit Behinderungen und deren Erfahrungen an Universitäten und Hochschulen vorstellen. Barrieren werden dabei häufig über familiär-soziale Netzwerke bewältigt, was im Sinne des Rechts auf Bildung für alle stark zu kritisieren ist.   

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Wissenschaft

Denise Bergold-Caldwell über Intersektionalität und Schwarzen Feminismus in globalen Krisenzeiten

Interview von Julia Brader mit Denise Bergold-Caldwell

ein Kugelschreiber liegt auf einem Notizblock. das gesamte Bild und der Untergrund sind unscharf und schimmern in rot-orangenem Licht.
© Pexels.com

Denise Bergold-Caldwell ist seit 01. April 2022 Universitätsassistentin am CGI der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Schwarze feministische, de-, post- und antikoloniale Theorien und ihrer kritischen Verwendung in der Gesellschaftslehre. Wir haben sie getroffen und sie zu ihrer aktuellen Arbeit am CGI befragt.

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Alltag

Geschlechtergerechte und sensible Sprache – wie und wieso?

Text von Clara Sophie Bitter

kleine bunte Holzwürfel auf denen Buchstaben eingraviert sind liegen  unsortiert auf einer schwarzen Unterlage
©pexels.com

Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache im schriftlichen, aber auch mündlichen, Gebrauch verbreitet sich in den letzten Jahren immer mehr. Politisch, medial, aber oft auch im privaten Kreis werden Diskussionen darüber geführt, ob ein geschlechtergerechter und sensibler Sprachgebrauch notwendig ist. Hierbei fallen oft viele Argumente für und gegen eine inklusive Sprache, aber wieso ist sie eigentlich von Bedeutung? Wie hat sie sich eigentlich entwickelt? Was gibt es für wissenschaftliche Erkenntnisse zu ihrer Verwendung und welche Empfehlungen gibt es für den Gebrauch geschlechtergerechter Sprache?