Gastbeitrag von Birgit Sauer

Wie ist die aktuelle Entwicklung nach rechts in vielen europäischen Ländern, aber auch weltweit einzuschätzen? Entdemokratisierung, Autoritarisierung und eine disruptive Zerstörung von (Rechts-)Staatlichkeit sind Ergebnisse rechtsautoritärer Regierungen – in Ungarn, Argentinien und den USA. Die Kettensäge wurde zum Symbol dieses Zerstörungseifers. Im Anschluss an Nicos Poulantzas (1973) bezeichne ich diese politischen und sozialen Tendenzen als Faschisierungsprozesse: Der Faschismus kommt „nicht wie ein Donnerschlag aus heiterem Himmel“, sondern er entsteht in ökonomischen und ideologisch-politischen Krisenprozessen und vor allem in einem widersprüchlichen Kontext der Radikalisierung der Programmatik autoritär-rechter Parteien.1









