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Tirol

Party, Pride & Politik – Stimmen zum Innsbrucker CSD 2022

Text von Magdalena Lohfeyer und Felix Lene Ihrig

Im unteren Drittel des Bildes ist eine Menschenmenge zu sehen. In der Mitte des Bildes steht ein Glasgebäude an dem eine Regenbogenfahne hängt. Davor stehen zwei groß Laternen bzw. Strahler, die die Meshenmasse von oben beleuchten. Am rechten Bildrand ist ein Gebäude zu sehen auf dem "Landestheater" steht. im Hintergrund sind Bäume, Berge und ein bewölkter dunkelblauer Himmel. Die Lichtverhältnisse sind eher dunkel. Vorne links im Bildrand sind bunte Luftballons und eine weitere Regenbogenflagge zu sehen.
© Martin Kink

Wie schon in unserem letzten Beitrag angekündigt, unterbrechen wir heute unsere Sommerpause für den Innsbrucker CSD. Im Juli gab es schon einen Beitrag über die Geschichte der Pride, deswegen soll es diesmal darum gehen, was CSD in und für Innsbruck bedeutet. Wir haben dafür mit zehn Vertreter*innen verschiedener Organisationen gesprochen, die den Innsbrucker CSD mitgestalten. Ihre Gedanken zum CSD haben wir für euch zusammengefasst.

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Aktivismus

Der 8. März unter dem Motto “Geschlechtergleichstellung heute für ein nachhaltiges Morgen”

Text von Clara Sophie Bitter

auf grünem Hintergrund sind Zweige zu sehen und eine Zeichnung der Erde. Die blaugrüne Kugel wird von mehreren Reihen Personen die sich an den Händen halten eingerahmt. Die meisten wirken mit langen Haaren eher feminin. Daneben steht "( march 2022 Gender Equality today for a sustainable tomorrow".
©UN Women

Der 8. März wird jedes Jahr als Internationaler Frauen*tag oder auch feministischer Kampftag begangen. Dieser Tag soll auf die bisherigen Errungenschaften der Frauen*rechtsbewegung und feministischer Bewegungen aufmerksam machen. Gleichzeitig wird er dafür genutzt, bestehende Diskriminierungen, Ungleichheiten und Benachteiligungen von FLINTA* (= Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Transgender– und Agender-Personen) aufzuzeigen und soll durch Aktionen, Demonstrationen und Kundgebungen Menschen zu einem Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit motivieren. Da eben nicht nur Frauen* im Patriarchat unterdrückt werden, sondern alle FLINTA*, wird der 8. März in aktivistischen und politischen Kreisen meist feministischer Kampftag genannt.  Mehr Informationen über die Hintergründe des 8. März erfahrt ihr auf der Instagram Seite der Geschlechtergeschichte an der Uni Innsbruck gender.inn .

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Tirol

17 Bürgermeisterinnen und die Männlichkeit des Staates: Über Frauen* und Männer* in der Politik.

Text von Gundula Ludwig

eine Person mit roter jacke, grünem Shirt und einer blauen OP-Maske wirft einen weißen Umschlag in den Schlitz einer weißen Box. der HIntergrund ist unscharf.
© Pexels.com

Am 27.2.2022 finden in Tirol – Innsbruck ausgenommen – Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Die männliche Schreibweise ist hier bewusst gewählt, denn die Tiroler Kommunalpolitik ist weitgehend männlich. Unter den fast 280 Bürgermeister*innen gibt es derzeit gerade mal 17 Bürgermeisterinnen. Eine derart niedrige Quote weist kein anderes österreichisches Bundesland auf. In Tirol mag das Vorherrschen traditioneller Geschlechterbilder mit dafür verantwortlich sein, dass nur derart wenige Frauen* den Weg in die Politik wählen. Aber mit der geringen Frauen*quote in Tirol zeigt sich in diesem Bundesland ein Phänomen in zugespitzter Form, das ganz generell Politik auszeichnet: Politik ist auch im 21. Jahrhundert weitgehend weiß-männlich. Im Folgenden sollen einige Erklärungen dafür aus der Werkzeugkiste feministischer Staatstheorie dargelegt werden.