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Wissenschaft

Kampf um Teilhabe an Hochschulbildung: Erfahrungen der Behinderung von Studierenden

Gastbeitrag von Theresa M. Straub und Lisa Pfahl

eine Person sitzt vor einem Schreibtisch. Darauf befinden sich Hefte, Stifte und Tassen.  Die Person hat den Kopf in den nacken gelegt und ein aufgeschlagenes Buch auf dem Gesicht liegen.
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Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5.Mai haben Theresa Straub und Lisa Pfahl einen Gastbeitrag geschrieben, in dem sie Theresa Straubs Forschungsprojekt zur Teilhabe von Studierenden mit Behinderungen und deren Erfahrungen an Universitäten und Hochschulen vorstellen. Barrieren werden dabei häufig über familiär-soziale Netzwerke bewältigt, was im Sinne des Rechts auf Bildung für alle stark zu kritisieren ist.   

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Wissenschaft

Denise Bergold-Caldwell über Intersektionalität und Schwarzen Feminismus in globalen Krisenzeiten

Interview von Julia Brader mit Denise Bergold-Caldwell

ein Kugelschreiber liegt auf einem Notizblock. das gesamte Bild und der Untergrund sind unscharf und schimmern in rot-orangenem Licht.
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Denise Bergold-Caldwell ist seit 01. April 2022 Universitätsassistentin am CGI der Universität Innsbruck. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Schwarze feministische, de-, post- und antikoloniale Theorien und ihrer kritischen Verwendung in der Gesellschaftslehre. Wir haben sie getroffen und sie zu ihrer aktuellen Arbeit am CGI befragt.

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Alltag

Geschlechtergerechte und sensible Sprache – wie und wieso?

Text von Clara Sophie Bitter

kleine bunte Holzwürfel auf denen Buchstaben eingraviert sind liegen  unsortiert auf einer schwarzen Unterlage
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Die Verwendung geschlechtergerechter Sprache im schriftlichen, aber auch mündlichen, Gebrauch verbreitet sich in den letzten Jahren immer mehr. Politisch, medial, aber oft auch im privaten Kreis werden Diskussionen darüber geführt, ob ein geschlechtergerechter und sensibler Sprachgebrauch notwendig ist. Hierbei fallen oft viele Argumente für und gegen eine inklusive Sprache, aber wieso ist sie eigentlich von Bedeutung? Wie hat sie sich eigentlich entwickelt? Was gibt es für wissenschaftliche Erkenntnisse zu ihrer Verwendung und welche Empfehlungen gibt es für den Gebrauch geschlechtergerechter Sprache?

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Wissenschaft

Die richtige Dosis „Gendermedizin“?

Text von Felix Lene Ihrig

Über dem offenen Rand einer braunen kleinen Flasche ist eine mit einer gelben Flüssigkeit gefüllte Pipette zu sehen. Der HIntergrund ist weiß.
©pexels

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Dieser soll an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1948 erinnern. Jedes Jahr steht der Tag unter einem anderen Motto.1 Dieses Jahr ist es „Our Planet, our Health“, denn die Klimakrise bringt mit Temperaturveränderungen, Naturkatastrophen und Wasserknappheit auch einige Gesundheitsrisiken mit sich.2 Mehr zum Thema Feminismus & Klimakrise haben wir zum 8. März gebloggt, hier könnt ihr den Beitrag nachlesen. Für den heutigen Beitrag haben wir mit Margarethe Hochleitner, Professorin für Medizin und Diversität an der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) über ihre Erkenntnisse der letzten 30 Jahre „Frauengesundheit“ gesprochen.  Dieser Text ist eine Zusammenfassung ihrer Erfahrungen und aktueller Forschung zu „Queer Health“.

Aus queerfeministischer und intersektionaler Perspektive sind zum Thema „Gesundheit“ vor allem zwei Aspekte wichtig: 1. Wird die Prämisse, jede Person solle die Gesundheitsversorgung bekommen, die sie braucht, wirklich eingehalten? Und 2. Was ist eigentlich Gesundheit?

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Wissenschaft

Autismus: Von extremer Männlichkeit und weiblicher Unsichtbarkeit im Spektrum

Text von Magdalena Lohfeyer

ein Rand aus verschiedenfarbigen  Puzzleteilen scheint sich aufzulösen, weil an manchen Stellen Teile fehlen, die in der Mitte des Bildes schweben. Der Hintergrund ist weiß. Unten steht "Autism Awareness Day 2. April"
© Pixabay

Stereotype Darstellungen von autistischen Verhaltensweisen begegnen uns in den Medien immer häufiger, etwa als Sherlock Holmes, Rain Man oder Sheldon Cooper in der Serie ‚The Big Bang Theory‘. Auffällig oft handelt es sich dabei um männliche Charaktere. Das Zusammenwirken von Autismus und Geschlecht ist auch das Thema dieses Beitrages zum Welt-Autismus-Tag am 02. April, der sich mit dem Autismus-Spektrum an sich und mit der Un_Sichtbarkeit von Frauen* und Männern* in diesem Spektrum beschäftigt.

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Alltag

Sexualität in der Krise

Text von Felix Lene Ihrig

Auf einem rosafarbenen Untergrund liegen ein Post-It mit der Aufschrift "i miss u" und zwei Sextoys.
Photo by Anna Shvets on Pexels.com

Unter den Distanzierungsmaßnahmen der letzten zwei Jahre haben nicht nur Arbeit oder Kinder gelitten, sondern auch Tabuthemen, wie Sexualität. Welche Auswirkungen hatten die Pandemie auf die Sexualität der Österreicher*innen? Barbara Rothmüller von der Sigmund-Freud-Universität Wien hat einige Veränderungen der letzten zwei Jahren erforscht.

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Aktivismus

Der 8. März unter dem Motto “Geschlechtergleichstellung heute für ein nachhaltiges Morgen”

Text von Clara Sophie Bitter

auf grünem Hintergrund sind Zweige zu sehen und eine Zeichnung der Erde. Die blaugrüne Kugel wird von mehreren Reihen Personen die sich an den Händen halten eingerahmt. Die meisten wirken mit langen Haaren eher feminin. Daneben steht "( march 2022 Gender Equality today for a sustainable tomorrow".
©UN Women

Der 8. März wird jedes Jahr als Internationaler Frauen*tag oder auch feministischer Kampftag begangen. Dieser Tag soll auf die bisherigen Errungenschaften der Frauen*rechtsbewegung und feministischer Bewegungen aufmerksam machen. Gleichzeitig wird er dafür genutzt, bestehende Diskriminierungen, Ungleichheiten und Benachteiligungen von FLINTA* (= Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Transgender– und Agender-Personen) aufzuzeigen und soll durch Aktionen, Demonstrationen und Kundgebungen Menschen zu einem Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit motivieren. Da eben nicht nur Frauen* im Patriarchat unterdrückt werden, sondern alle FLINTA*, wird der 8. März in aktivistischen und politischen Kreisen meist feministischer Kampftag genannt.  Mehr Informationen über die Hintergründe des 8. März erfahrt ihr auf der Instagram Seite der Geschlechtergeschichte an der Uni Innsbruck gender.inn .

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Tirol

EVA-MARIA. Ein Film von Lukas Ladner. Tirol-Premiere 15. März im Leokino

Gastbeitrag von Lisa Pfahl

Zwei Personen sind vor einer Landschaft porträtiert. Eine maskuline Person mit dunklen Haaren, Bart und einem grauen T-Shirt. und eine feminine Person mit einer Basecap, kurzen blonden Haaren und einem grünen Shirt. Sie sitzt in einem Rollstuhl. Die beiden schauen sich lächelnd an. Es sind die beiden Protagonist*innen des Films, Lukas Ladner und Eva-Maria.
© Stadtkino Filmverleih

Zum heutigen Equal Care Day hat Lisa Pfahl, Professorin für Disability Studies,  einen Gastbeitrag zur Verflechtung von Behinderung, Geschlecht und Care geschrieben, der noch einmal in Erinnerung ruft wie wichtig intersektionale Perspektiven sind. Care wird am CGI von vielen Forscher*innen aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, deren Arbeiten und Veranstaltungen zum Beispiel hier und hier zu finden sind.

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Tirol

17 Bürgermeisterinnen und die Männlichkeit des Staates: Über Frauen* und Männer* in der Politik.

Text von Gundula Ludwig

eine Person mit roter jacke, grünem Shirt und einer blauen OP-Maske wirft einen weißen Umschlag in den Schlitz einer weißen Box. der HIntergrund ist unscharf.
© Pexels.com

Am 27.2.2022 finden in Tirol – Innsbruck ausgenommen – Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Die männliche Schreibweise ist hier bewusst gewählt, denn die Tiroler Kommunalpolitik ist weitgehend männlich. Unter den fast 280 Bürgermeister*innen gibt es derzeit gerade mal 17 Bürgermeisterinnen. Eine derart niedrige Quote weist kein anderes österreichisches Bundesland auf. In Tirol mag das Vorherrschen traditioneller Geschlechterbilder mit dafür verantwortlich sein, dass nur derart wenige Frauen* den Weg in die Politik wählen. Aber mit der geringen Frauen*quote in Tirol zeigt sich in diesem Bundesland ein Phänomen in zugespitzter Form, das ganz generell Politik auszeichnet: Politik ist auch im 21. Jahrhundert weitgehend weiß-männlich. Im Folgenden sollen einige Erklärungen dafür aus der Werkzeugkiste feministischer Staatstheorie dargelegt werden.

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Alltag

Sexualisierte Gewalt und Missbrauch in den Medien

Text von Julia Brader (auf der Basis der eigenen Bachelorarbeit)

Auf einer grauen, grob verputzten Wand hängt mittig der Schriftzug „#MeToo“. Die Buchstaben und das Hashtag-Symbol sind in den Farben schwarz, orange, weiß, rot und dunkelblau gehalten und aus Zeitungen bzw. Zeitschriften ausgeschnitten, sodass die einzelnen Papier-Schnipsel den genannten Schriftzug ergeben.
© Pexels.com

Triggerwarnung: Im folgenden Beitrag, der belastend und retraumatisierend sein kann, geht es um sexualisierte Gewalt.

Die unter dem Hashtag #metoo bekannt gewordene Debatte über sexuelle Belästigung und Missbrauch sorgte weltweit und auch in der Tiroler Presse für Schlagzeilen. Anfänglich als „echte Revolution“1 gelobt, wurde der Aufschrei von Frauen2 aus aller Welt in der Tiroler Medienberichterstattung bald als „Kampagne der Denunziation“3 gegen die Männer abgetan. Die #metoo-Debatte ist dabei nur ein Beispiel von vielen, das Aufschluss darüber gibt, wie in der (medialen) Öffentlichkeit über (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen gesprochen wird.